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»Studie zu >Schmerz der Mütter< und zu >Die Frauen von Lucca<«

WV-Nr.: 033-01

RW-Nr.: 1887

Jahr: 1995

Maße: 41,00 x 29,30 cm

Technik: Bleistift auf Papier

Signatur/Datierung/Bezeichnung:
Unten rechts signiert und datiert: G. Haas-Gerber / 1995

Standort:
Gretel-Haas-Gerber-Stiftung, Offenburg

Provenienz:
Nachlass der Künstlerin

Schlagworte:
Mutter und Kind, Selbstporträt, Frauen, Mütter, Alter, Werkkomplex Schmerz der Mütter

Bemerkungen:
Die Zeichnung steht im Zusammenhang mit den Gemälden „Die Frauen von Lucca“ (1992), in dessen erster Version es Gretel Haas-Gerber zunächst um die Wiedergabe eines typisch italienischen Alte-Leute-Rituals ging: dem Treff auf dem Marktplatz. Später erweiterte die Künstlerin den Bezugsrahmen und referierte auf die „Madres de la Plaza de Mayo“, einer Organisation von Müttern, deren erwachsene Kinder unter der argentinischen Militärdiktatur verschwunden waren, und die jeden Donnerstag mit einer 30minütigen Umrundung des Platzes öffentlich gegen diese Praxis protestierten. Für „Schmerz der Mütter“ – wie für viele andere vorbereitende Studien – saß die Künstlerin sich selbst Modell; als trauernde Mutter hockt sie mit verschränkten Knöcheln am Boden und streckt anklagend das Bild ihres verschwundenen Kindes vor. [M. Strumann]